• Chris Klug Interview
  • Es fing alles mit einem Kurt Russell-Streifen an und entwickelte sich zu einem ganzen Universum. Der Kinofilm Stargate von 1994 ist der Vorläufer der TV Serien Stargate SG-1, Atlantis und der geplanten Premiere auf dem Sci-Fi Kanal im Sommer 2009 – Stargate Universe. Das kommende MMORPG Stargate Worlds wird sich dem Phänomen anschließen, welches die Science-Fiction-Fans verzauberte. Dabei wollen sie versuchen, das traditionelle MMO-Gameplay durch taktische Kämpfe und einem Deckungssystem weiter zu entwickeln. GameSpot hatte die Gelegenheit sich mit dem Creative Director von Stargate Worlds, Chris Klug, zusammen zu setzen, um über das neue Kampfsystem, außerirdische Waffen und die Zukunft der Stargate-Geschichte zu reden.

    GameSpot: Das letzte Mal dass wir ein Update von dem Spiel gehabt haben war, als ihr in die volle Produktion mit Hilfe der Unreal Engine 3 gegangen seid. Wo seid ihr in der Entwicklung in diesem Moment?

    Chris Klug: Kurz davor in die Closed-Beta zu gehen. Wir sind fast mit der Family & Friends-Beta fertig. Die Offene Beta wird im folgenden Jahr kommen.

    GameSpot:
    Man hört, ihr hättet große Pläne für kostenlosen Erweiterungs-Content nach dem Start von Stargate Worlds. Ist das noch in Arbeit? Und was denkt ihr, welche Ideen aus den TV-Serien würden sich für zusätzlichen Content anbieten?

    Chris Klug: Die erste Episode umfasst die neue Welt Meridian, wo der Spieler eine wichtige Person retten und die neuen Allierten des "Big Bad" bekämpfen muss. Es ist eine Welt in der viele Geheimnisse des Spiels und der TV-Serie ans Tageslicht kommen werden. Was die Sachen aus der Serie angeht - vieles was wir planen, bezieht sich auf die neue Serie Stargate Universe. Ich kann im Augenblick aber nicht mehr dazu sagen.

    GameSpot:
    Der Kampf in MMOs geht weg von nacheinander ablaufenden Angriffen. Vielmehr geht es hin zur instinktiven und taktische n Kriegsführung. Erzähl uns wie sich das Kampfsystem seit der letzten Unterhaltung entwickelt  und verbessert hat.

    Chris Klug: Nun, es hat sich kaum entwickelt oder verbessert, sondern wurde nun voll umgesetzt. Was wir vor 2 Jahren für den Kampf geplant hatten, hat sich nun ausgezahlt: Es ist ein Spiel mit Manövern und Taktiken und keine Hit-Point-Schlacht. Es macht einfach Spaß  zu spielen und ich glaube, dass dies die Leute in Zukunft anders auf  Kämpf in MMOs schauen werden. Unser „Einer gegen Viele-“ Grundsatz verändert die komplette Dynamik auf auf dem Schlachtfeld.

    GameSpot: Das Deckungssystem ist eine aufregende Idee. Nach welchen Spielen habt ihr euer System modelliert? Ist der Schutz zerstörbar oder gar mobil?

    Chris Klug: Wir haben unser Kampfsystem mehr nach dem Prinzip der Pen-and-Paper-Spiele aufgebaut, als dass wir uns nach Computerspielen gerichtet hätten. Leute die es gespielt haben sagen, dass es mit nichts zu vergleichen ist, was sie bisher gespielt haben. Sie glauben, sie spielen es wie jedes andere Game auch, aber es ist anders, instinktiver. Die Deckung ist weder zerstörbar noch mobil. Eine interessante Tatsache: Es ist alles per Hand platziert, jedes kleinste Teil.

    GameSpot: Kein Kampf ohne großartigen Waffen. Beschreibe bitte die Waffenspezialitäten jeder Spielklasse und wie man sie upgraden kann.

    Chris Klug:
    Ich habe unseren Kampfspezialisten, Jay Ambrosini gebeten diese Frage zu beantworten:

    Ich könnte ein ganzes Buch über die verschiedenen Waffentypen und deren Zweck schreiben, daher werde ich auf eine Charakterklasse eingehen, über die wir bisher wenig gesprochen haben: Die Goa' uld.

    Stabwaffen: Die Stabwaffe ist eine Distanzwaffe, die großen  Schaden und Zerstörung anrichtet. Stäbe feuern langsam, aber sie hauen richtig rein, wenn sie treffen. Die Goa'uld können Feuerstöße abfeuern, die die Ziele durchdringen und mehrere Gegner in einer Linie treffen (Strahl-Attacken). Oder sie laden ihre Feuerstöße auf, um sie in einer spezifischen Reichweite explodieren zu lassen. Alle Gegner in diesem Areal wird dann Schaden zugefügt.

    Zat'ni'katel:
    Während Stabwaffen langsam und kraftvoll treffen, ist die Zat eine Kurzdistanz-Schnellfeuerwaffe. Das sind im Wesentlichen die „Pistolen“ der Goa'uld und werden dazu gebraucht, einzelne Ziele schnell auszuschalten.

    Bandgeräte: Das Bandgerät ist eine einzigartige Waffe der Goa'uld. Die Waffe ist ein Hybrid und wird sowohl für Angriffe als auch zur Versorung. Das Bandgerät kann eine Menge Kegel abfeuern und verfügt über Distanz- und Nahkampfschaden, kanalisierte Attacken und viele Formen der Massenkontrolle, um dem Gegner Angst und Furcht einzuflößen.

    Ashrak Dolche:
    Wie sonst würde man erwarten, dass ein Ashrak-Attentäter seine Opfer schnell und lautlos tötet? Der Ashrak-Dolch ist eine Waffe, die man aus dem Hinterhalt einsetzt, um seine Gegner schnell auszuschalten. Er enthält eine Schlinge, defensive Debuffs und mehrere Trefferkombos zum Ausweiden der Feinde.

    Und letztendlich kommen die oben aufgezählten Energiewaffen (Stäbe, Zats und Bänder) in mehreren Varianten. Es gibt Plasma-, Feuer-, Eis-, Elektrizitäts-, Radioaktivitätsmodelle und viele weitere Varianten. Unser Ziel ist es, dass die Spieler mehrere Waffen für verschiedene Situationen nutzen können. Eine Waffe muss nicht unbedingt die beste Wahl in allen Situationen sein.

    GameSpot:
    Das hört sich so an, als versucht ihr Spieler zu erreichen, die sich in der Vergangenheit vor MMOs gescheut haben. Was meinst du, welche Elemente von Stargate Worlds die Spieler anziehen werden? Plant ihr irgendwelche Fahrzeuge?

    Chris Klug: Wir glauben, dass unsere Minigames eine Sache sind, die andere Spielertypen anziehen werden. Das sind kleine Spiele die unter die Kategorie „Casual-Games“ fallen. Sie werden so genutzt, dass man antike Dokumente übersetzen, Computer hacken und (das Beste von allen) gegnerische Wachen ablenken kann, während die eigenen Kumpel angreifen. Ja, Minispiele werden von den Archäologen im Kampf benutzt. Die zweite Frage, Nein. Es wird keine Fahrzeuge geben.

    GameSpot: Gibt es irgendwelche speziellen Charaktere aus den TV-Serien die vorkommen werden?

    Chris Klug: Alle Hauptcharaktere aus der Hauptserie (SG-1) werden in dem Spiel in der einen oder anderen Art und Weise auftauchen.

    GameSpot: Erzähl uns über eure Pläne für den Spieler gegen Spieler (PvP) Modus. Wie wird das PvP aussehen?

    Chris Klug: Großartig. Wir haben viele leidenschaftliche PVP-Spieler in unserem Staff und wir werden unser PvP-Spiel wirklich cool machen. Du musst verstehen, dass Stargate Worlds ein Spiel mit Handlung ist, das heißt, dass die Geschichte alles beinhaltet, was man tut. Jedenfalls der große PvP Schwung (welcher ein bisschen nach dem Start kommt) basiert auf dem Jaffa-Bürgerkrieg. Wir machen das, damit andere Leute neben dem typischen PvP-Spieler Gefallen an unserem PvP-Content finden werden. Es wird Missionen geben, neue Welten, neue System-Weiterentwicklungen und neue Crafting-Erweiterungen. All das ist ins PvP eingebunden. Unser Cover-Bild - eine weibliche Jaffa - gehört zum Jaffa-Bürgerkrieg. Das Verzögern des vollen PvP, bis es wenig später nach dem Start kommt, gibt es uns die Möglichkeit zu sehen, wie sich das PvP auf unseren PvP-Servern verhält. Auf diese Art können wir sehen, wie es in einer großen offenen Welt funktioniert und können so die Ungleichmäßigkeiten ausmerzen und so starten, dass jeder sofort loslegen kann.

    GameSpot: Zum Schluss. Was erhoffst du dir, welche Erfahrungen Spieler in Stargate Worlds machen werden?

    Chris Klug:
    Ich möchte, dass das jeder, der sich einloggt, Spaß hat. Dieses Spiel ist für Jedermann, nicht für eine ausgewählte Menge von MMO-Spielern. Jeder wird Spaß in Stargate Worlds haben.