• Interview: Simpson (28.06)
  • Interview mit Jake Simpson
    28.06.2006


    Während World of Warcraft mehr und mehr Abonnenten bekommt – und Blizzard damit fortfährt alle Schätzungen der potentiellen Größe eines MMORPG's zu wiederlegen – betreten mehr und mehr Firmen den MMOG-Sektor in der Hoffnung dass sie auch ein Stück des Kuchens abbekommen. Kommen wir zum Entwickler Cheyenne Mountain. Das Studio will sich mit seinem Spiel zu einer schon länger laufenden SciFi-Fernsehserie, Stargate SG-1, behaupten die bald in die zehnte Staffel geht. Cheyenne Mountain selbst existiert erst seit 2002. Den Mitarbeitern fehlt es nicht an Erfahrung, es sind Leute von Blizzard, Raven, der Hollywood Special Effects Industrie, GT Interactive und andere mit an Board: Sie haben sogar einen der Gründer von Electronic Arts.

    Auf Cheyenne's erstes Projekt, Stargate Worlds, werden wir noch etwas warten müssen, aber ich hatte die Gelegenheit einige frühe Informationen vom Entwickler Jake Simpson zu bekommen um zu sehen wie es mit dem Spiel vorangeht.


    Shack: Bis jetzt gab es nicht viele Informationen zu Stargate Worlds. Um was geht es bei dem Spiel?

    Jake Simpson: Es handelt von Stargate SG-1, dem Universum in dem sie Leben, den Bösen, den Guten, den politischen Situationen und größtenteils von richtig coolen Stargate Effekten, weil hey, ihr habt noch nie einen davon gesehen, oder?
    (Was? Ihr habt? Wo? Wann? Ratten, zurück zum Zeichenbrett!)
    Ernsthaft, es ist ein MMOG das viele unterschiedliche Elemente basierend auf dem Stargate Universum besitzt und die reichhaltigen und abwechslungsreichen Situationen und Charaktere darin benutzt. Man kann eine SciFi-Serie nicht 10 Staffeln lang halten, wenn man nicht gute und spannende Universen kreiert.


    Shack: Stargate Worlds basiert auf der Stargate SG-1 TV-Serie und nicht dem Film, richtig? Was ist das grundlegende Setting?

    Jake Simpson: Es basiert auf der TV-Serie und nicht dem Film, die sich allerdings chronologisch aneinanderreihen. Die Grundlegende Idee ist: Das US Militär hat einen großen Ring gefunden auf dem Zeichenkombinationen eingeprägt sind. Wenn die Kombinationen richtig gesetzt sind, stellt es ein Wurmloch zwischen "unserem" Ring und einem anderen auf einem anderen Planeten her. Unterschiedliche Kombinationen wählen unterschiedliche Planeten an. Das Militär (die Air Force) hat ein Programm auf die Beine gestellt, welches kleine Teams auf andere Planeten entsendet um sie zu erforschen, nützliche Technologie mitzubringen und Kontakt zu den Einheimischen herzustellen.
    Während sie das machen entdecken sie dass die Menschheit von einer Rasse namens Goa'uld dazu benutzt wurde sehr viele dieser anderen Planeten zu besiedeln. Die Goa'uld sind ein Bündel parasitärer schlangenähnlicher Dinger die Menschen kontrollieren können. Sie behaupteten dass sie die uralten Götter unseres Planeten waren und glauben auch heute noch dass sie Götter sind. Wenn eine Person übernommen wird bekommt sie eine tiefe Stimme und glühende Augen und andere Sachen die Marylin Manson vor Freude tanzen lassen würden, wenn er diese Technologie in die Finger bekäme. Wie auch immer, es sind böse Wesen die uns nicht mögen und uns böse Dinge antun wollenwie uns alle töten, uns zu Sklaven machen, das übliche Macht-Zeug halt.
    In der Zwischenzeit sind die Stargate-Teams auf andere Rassen gestoßen, wie die Jaffa (Jaf-fa ausgesprochen), die wie wir aussehen aber als Krieger für die Goa'uld gezüchtet werden und als Ammen für die Parasiten dienen.
    Und so weiter. Ihr wisst schon. Viele unterschiedliche Orte, politische Situationen, coolen Elektro-Kanonen und Gelegenheiten wo sich die Leute an die Serie erinnern.


    Shack: Das Spiel legt seinen Schwerpunkt auf squadbasiertes PvE-Spielen. Wie viel Wert wird auf PvP gelegt?

    Jake Simpson: Es gibt ungefähr gleich viel PvP wie PvE – aus irgendeinem Grund dachten die Leute dass es mehr PvE geben wird – wir haben immer einen großes PvP-Element geplant gehabt. Jetzt, da wir einen Großteil vom Design fertig haben, beginnt PvP immer mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Im fertigen Spiel sollte das was man macht 50/50 sein.
    Wir versuchen die Teile in denen PvE im Vordergrund steht und Teile in denen PvP im Vordergrund steht zu unterteilen. Das wird von Quests oder sogar Servern abhängen; zur Zeit versuchen wir gerade das Spezifische festzusetzen. Kurz – PvP ist gleich wichtig wie PvE. Keiner kauft ein MMOG in dem es keine Möglichkeit gibt seinen Kumpel niederzuhauen.


    Shack: Bots sind etwas das nicht unbedingt häufig in MMOGs vorkommt, aber wir werden sie in Stargate sehen. Was tut Cheyenne um sicherzustellen dass das MMOG-Feeling nicht verloren geht wenn die Spieler mit Bots spielen?

    Jake Simpson: Gute Frage. Im Moment probieren wir gerade viele Sachen mit Unreal Script aus um sicherzustellen dass wir kluge Bots bekommen, die aber nicht so klug sind dass man selbst nicht spielen braucht. Es gibt eine Balance zwischen Bots die dumm gegen die Wand rennen und keinen Lift ohne dich steuern können, und Bots die am Anfang losrennen und die Mission schon halb fertig haben wenn du zur Action kommst, und diese Balance suchen wir. Es gibt viele Dinge von denen wir sehen wollen wie sie funktionieren – zu viele um sie hier aufzuzählen. a) wir sind nicht sicher wie manche von ihnen aussehen werden und b) würde ich wirklich jedem anderen der ein MMOG macht, was unsere Geheimnisse sind? Ich denke nicht!


    Shack: Weihe uns in die zwei Fraktionen des Spiels ein, und wie sie sich im Spielen unterscheiden.

    Jake Simpson: Wer hat was über zwei gesagt? Schauen wir mal nach, in der Serie haben wir die Ori, die Goa'uld, die Jaffa, die Asgard, die Tau'ri (das sind wir!), die Tok'ra (Hat irgendjemand anders schon die vielen Hochkommas in den Stargate-Namen bemerkt? Ich wette die Schreiber bekommen Geld für das benutzen von Hochkommas...) und so weiter. Das heißt nicht dass wir alle von denen einbauen. Im Bezug auf das Fraktions-Questen, wird man wahrscheinlich zwei verschiedene Fraktionen sehen – wobei es aber unterschiedlich ist, wie man welche Fraktionen sieht, das ist abhängig vom Inhalt und vom Ziel des spezifischen Quests.
    Und, selbstverständlich bekommt Amanda Tapping (Colonel Sam Carter) ihre eigene Fraktion, weil sie es offensichtlich braucht. Ich persönlich habe das alles schon geplant.
    Was?


    Shack: Wie tief geht die Charaktererstellung des Spiels?

    Jake Simpson: Recht tief. Wir werden das üblichen Erstelle einen Charakter Zeugs einbauen, dass MMOG Spieler in diesen Tagen erwarten, aber ein paar Tricks hinzufügen damit es einzigartig wird. Ich wünschte dass ich etwas genauer darauf eingehen könnte, aber ich kann nicht. Wir wollen einen recht hohen Grad der Anpassparkeit im Spiel – Einzigartigkeit ist ein großes Gut im MMOG-Raum.


    Shack: Welche Art von Quests können wir erwarten?

    Jake Simpson: Wir zielen auf ein Handlungsbasierendes Missionsprofil ab. Wir haben immer im Hinterkopf dass unser Spiel auf einer hochgradig Handlungsbasierenden Lizenz basiert; es würde Sinn machen dass unsere Missionen ähnlich aufgebaut sind wie die Episoden der Serie. Die Missionen sind so geplant dass sie mehr als einen Lösungsweg haben, einige Missionen werden alternative Ziele haben, abhängig von der Fraktion der man angehört – es würde Sinn machen wenn man als Goa'uld spielt, und das Missionsziel ist ein Goa'uld Mutterschiff zu stehlen dass man am Ende als Gegner der Goa'uld darsteht.


    Shack: Wie wird die Spielwirtschaft aussehen?

    Jake Simpson: Wir haben darüber nachgedacht und kürzlich darüber diskutiert; es gibt viele Wege wie wir das Realisieren können aber wenn man das ins Stargate Universum einbaue darf es nicht aufgesetzt aussehen. Mehr darüber wenn wir konkretere Pläne haben.


    Shack: Es wird viele Welten zu erforschen geben. Wie wird das strukturiert sein, und wie wird das Reisen funktionieren? Welche Gebiete werden wir sehen?

    Jake Simpson: Hast du dir Stargate schonmal angesehen? Die haben diesen großen Ring der wie ein Tor zwischen den Welten funktioniert. Ah, du hast? Ach, du meinst Fahrzeuge? Ja, richtig. Im Moment haben wir sehr große Außengebiete geplant, aber noch keine fahrbahren Fahrzeuge. Wir werden wahrscheinlich ein paar Fahrzeuge haben die nicht von Spielern kontrolliert werden (z.B. U-Bahn) die der Spieler aber benutzen kann; wir überlegen immer noch wie stark wir die Technologie ausbauen sollen.


    Shack: Wie wird sich die Welt im Laufe der Zeit verändern, wenn überhaupt? Gibt es eine Art von übergreifender Geschichte?

    Jake Simpson: Es wird ein fortlaufendes Spiel sein – ähnlich dem Wettkampf der sich immer weiterentwickelt und wächst. Wir können es uns nicht leisten uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen (nicht dass wir schon welche hätten) denn der Wettkampf ist hart, und das ist richtig so.
    In einigen Fällen werden wir eine übergreifende Handlung haben, und in anderen Fällen werden manche Missionen ihre eigene Geschichte haben – es gibt im Moment keine genaue Antwort darauf, da wir den Inhalt der Missionen gerade erst festlegen.
    Es wird Inhalt aus Episoden geben – wir ahmen die Art der Veröffentlichung durch die TV-Serie nach – wir verweisen auf den Inhalt indem wir "Episoden" wie in der Serie machen.
    Ein interessanter Aspekt hier ist dass die TV-Serien-Leute (Die sehr hilfreich und enthusiastisch waren und die US Air Force, die auch an Stargate SG-1 beteiligt ist) erwähnt haben, dass es sehr wahrscheinlich ist dass Missionen und Situationen aus dem Spiel in der Serie referenziert werden.


    Shack: Welche Grafik wird das Spiel haben; wird das Spiel eher auf Hochleistungs- oder auf Mainstream-Computer ausgelegt?

    Jake Simpson: Wir benutzen Unreal 3, und beabsichtigen DirectX 10 Funktionalität zu nutzen, also zielen wir auf ein sehr schönes Spiel ab. Wir zielen auf die jetzigen High-End-Maschinen, wenn das Spiel fertig ist sollte das Mainstream sein.


    Shack: Habt ihr irgendwelche Befürchtungen auf dem jetzigen MMOG-Markt zu bestehen, der gerade von ein paar großen Spielern dominiert wird, ganz vorn dabei Blizzard?

    Jake Simpson: Ich denke die Phrase "werde groß oder geh heim" würde hier passen. Wir planen kein Nischenspiel hier; wir planen groß herauszukommen mit einem Spiel dass die Spieler spielen wollen.
    Es ist sehr schwer in ein Spiel-Gerne einzusteigen, und gerade jetzt sind Fantasy Spiele der Gipfel des Berges. Wir wollen etwas machen das ein reichhaltiges Universum hat, und bekannte MMOG Aspekte mit sich bringt, mit genug neuen Elementen um den Spieler bei Interesse zu halten, aber auch das auch eine leichte Erlernbarkeitsstufe für Neulinge hat, damit man seine MMOG-Spielerfahrung nicht damit beginnt von einem Level 60 Hexenmeister niedergeschlagen zu werden, weil er grade nichts anderes zu tun hat.
    Es ist sicher stressig in diesem Gerne zu arbeiten, aber das gute an der vielen Konkurrenz ist dass man einen Haufen Beispiele hat wie mans richtig macht, was sehr schön ist.


    Shack: Werdet ihr einem standard MMOG-Bezahlungs und Abonement-System folgen?

    Jack Simpson: Wahrscheinlich. Wir arbeiten diese Aspekte des Plans gerade aus. Wir konzentrieren uns im Moment auf das Machen eines Spiels dass die Leute spielen wollen, anstatt uns darüber Sorgen zu machen ob die Leute uns das Geld dafür geben wollen. "Immer langsam mit den jungen Pferden!"


    Shack: Arbeitet Cheyenne Mountain zur Zeit an anderen Projekten?

    Jake Simpson: Wir konzentrieren uns im Moment auf die Entwicklung von Stargate Worlds (wenn wir uns nicht gerade in unseren exklusiven Büros mit Pool sonnen). Es gibt auch schon einige kleine Schritte in Richtung Konsolenentwicklung in naher Zukunft (speziell seit wir mit der Unreal-Technologie arbeiten, die Next-Gen Visionen hat), aber im Moment bauen wir ein Weltklasse MMOG. Und Mann, das ist ein Haufen Arbeit. Es ist alles bekannte Wissenschaft, aber es ist sehr viel zu tun!


    Shack: Wie weit ist die Entwicklung von Stargate Worlds, und wann werden wir es spielen können?

    Jake Simpson: Hmmm. Wir probieren gerade viel aus, und haben schon recht viele konkrete technische Entscheidungen getroffen, wie wie die Spielerfahrung rüberbringen, auf welche Technik wir angewiesen sind. Wir haben unsere Design Ideen festgelegt – Rassen, Gebiete, Klassen, Skills, etc bis zum Punkt an dem wir eine recht konkrete Darstellung im Kopf haben. Wir stellen auch Leute ein die wir für die volle Produktion brauchen. Wir haben ohne Zweifel noch einige Hürden zu überspringen im Überfluss der Arbeit, aber jetzt haben wir einen Plan um diese Hürden zu überwinden – wir brauchen nur etwas Zeit um das zu tun.
    Im Bezug auf das Release will ich noch nichts sagen – es ist zu weit weg, es gibt sicher noch einige Schwankungen im Datum und ich hasse es etwas zu versprechen dass ich nacher nicht einhalten kann. Es wird nicht 2006 sein. Das kann ich euch versprechen.
    Wir suchen immer nach guten Leuten die uns dabei helfen dieses Spiel zu bauen. Also, wenn ihr das sonnige Phoenix mögt und Spieleentwicklungserfahrung habt, wollen wir was von euch hören.


    Shack: Danke für deine Zeit.


    -- 28. Juni 2006 von: Chris Remo
    Interview geführt von Shacknews.com, sinngemäß ins Deutsche übersezt von winman.