• Bios: Rollin Hafner
  • Rollin Hafner
    Modelling & Texturen, Zeichner



    Die bildhafte Autobiographie von Rollin Hafner

    Es war ein mal ein junger Mann; groß und schlank mit Harren wie von einem Gemälde aus dem 14. Jahrhundert. Er war in der ganzen Welt einzigartig, denn obwohl die Natur einen Sinn für Humor hat, wiederholt sie doch selten einen Witz. Der Mann war ein Lama-Zähmer und Wildschwein-Philosoph, diese Art von Mann, um den sich seine imaginären Freunde sorgen und mit denen er gelegentlich Unterredungen führte. Er mochte wilde Dinge, wie Gewitter und Vogelgesänge, und er kannte viele der Wolken bei ihrem Spitznamen.

    Der junge Mann verbrachte die meiste Zeit des Tages damit, mit Tieren zu sprechen. Er stieg auf Berge, nur um nachzusehen, ob die Sonne richtig unterging. Er konnte fischen und Spuren lesen, Früchte und wilde Beeren essen. Aber er war zivilisiert; ein Gentleman sogar. Er lernte gut und wurde schlau wie ein Fuchs und weise wie ein Adler. Er konnte die Unendlichkeit in seiner Hand halten und die Ewigkeit in einer Stunde (oder manchmal in 38 Minuten).

    Eines Tages entschied sich der junge Mann einer Beschäftigung nachzugehen. Er ging zu einem Arbeitgeber und sagte: „Ich bin Rollin Hafner. Ich kann mit dem Bleistift zeichnen als wäre es Magie, und ich träume, wenn ich wach bin. Gib mir Arbeit!“

    Aber der Arbeitgeber sagte: „Das ist das Fleischergeschäft, ich brauche nur Fleischer.“ Also versuchte es der junge Mann beim nächsten Arbeitgeber. Er probierte es beim Bäcker und beim Kerzenleuchtermacher, aber keiner wollte ihm Arbeit geben.

    Dann reiste der junge Mann durch die Wüste in das Tal des Feuervogels, und hier fand er eine Gilde namens  Cheyenne. Die Mitglieder dieser Gilde waren so etwas wie Magier, nur dass sie sich besser kleideten und weniger häufig auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Der junge Mann ging zu den Magiern und sagte: „Gebt mir Arbeit.“ „Ok“, sagten die Cheyenniten. Der junge Mann trat ihnen bei, und es gab ein großes Festmahl und eine große Feier.

    Ende.

    von Rollin Hafner, 18. Juli 2006